Cell-to-Body — die Batterie als Boden
Cell-to-Body geht einen Schritt weiter als Cell-to-Pack: Das Batteriegehäuse wird Teil der Fahrzeugstruktur, und der Kabinenboden schließt das Gehäuse von oben ab.
In einem Auto mit Cell-to-Pack-Bauweise ist die Batterie ein abgedichtetes Gehäuse, das unter einem Boden befestigt ist. In einem Auto mit Cell-to-Body gibt es keinen separaten Boden: Der obere Deckel des Gehäuses ist die Fläche, auf der man sitzt, und die Seiten des Gehäuses tragen die Aufprallkräfte in den Schwellern.
Warum das beim Kauf zählt
Das Auto wird dadurch flacher, steifer und bei gleicher Batterie etwas leichter, was sowohl das Fahrverhalten als auch die Reichweite verbessert. Hersteller, die diesen Ansatz verwenden, nennen meist einen Wert für die Verwindungssteifigkeit — eine der wenigen Strukturkennzahlen, die sich direkt darin niederschlägt, wie fest sich ein Auto auf unebenem Untergrund anfühlt.
Die Folge ist, dass Batterie und Karosserie nicht mehr unabhängig sind. Strukturschäden an den Schwellern sind zugleich Batterieschäden, und der Austausch eines Gehäuses gleicht eher einer größeren Karosseriereparatur als einem Bauteiltausch. Vor dem Kauf lohnt sich die Frage, wer im jeweiligen Land befugt ist, strukturelle Reparaturen an diesem Modell durchzuführen, und ob die Versicherung das im Beitrag berücksichtigt. Keine der beiden Fragen betrifft das Auto selbst — genau deshalb werden beide meist übersehen.
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Aktualisiert 27.08.2026